Tabak ist ungesund

Und trotzdem, obwohl der Genuss von Tobak auch und durchaus für längere Zeit dereinst mit der Todesstrafe belegt war, der Genuss derzeit zeitgeistmässig mal wieder doch eher verpönt ist, werden immer noch gerne Pfeifchen, Zigarren, oder eben Zigaretten geraucht. Wer ohne den lästigen und primär schädlichen Teer der Zigaretten auskommen möchte, der greift dann besser zur E-Zigarette. In den 70ern des letzten jahrhunderts gehörte das Rauchen noch zum guten Ton, ausser bei Jungschartreffen und in der Kirche. Ob heutzutage noch so ein Text wie der von Ougenweide gehen würde?

Tobacco Lob

Wer will, der mag sich so ergötzen
An Veilchen, Rosen und Jasmin
Sich gar in Jauchegruben setzen
Ich komme nicht auf diesen Sinn
Mir gibt den lieblichsten Geschmack
Ein frisches Pfeifigen Tobac

Bei Pest und andern bösen Zeiten
Auch wenn der Teufel übel haust
Bei Ungemach und Feuchtigkeiten
Wenn es uns vor den Ohren saust
So tut ein Pfeifigen Tobac
Mehr als der Ärzte Schabernack

Die Asche, die mein Pfeifgen zeiget
Lehrt mich die Eitelkeit der Welt
Der Rauch der in die Höhe steiget
Führt meinen Geist ins Sternenfeld
Durch’s Feuer so jede Pfeif erneuert
Wird auch mein Geist mehr angefeuert

Bild: Wikipedia

Cannabis in der Medizin

Cannabis, oder Marijuana ist das THC-haltige Harz der Hanfpflanze, man findet es in den höchsten Konzentrationen in der Blüte der Pflanzen. Zum Hanf im Allgemeinen habe ich auf diesem Blog bereits einiges geschrieben, z.B. hier. Weniger bekannt als die Eigenschaften der Kulturpflanze Hanf zur Herstellung von Seilen, Baustoffen, oder Speiseöl ist der Gebrauch des Hanfes als bewusstseinserweiterndes Mittel. Dies nicht nur um einfach „breit“ zu werden, sondern durchaus auch um leichter eine Kommunikation zu den ätherischen Provinzen des Alls herzustellen. Aus dem europäischen Raum ist der Gebrauch des Hanfharzes aus erhalten gebliebenen Rezepturen der Hexensalben des Mittelalters überliefert. Das deutsche Reinheitsgebot für Bier wurde nicht nur erlassen um mehr oder weniger gewollten Vergiftungen durch Tollkirschen und Stechapfelzugaben vorzubeugen, auch die Beimischung von Hanfblüten zum Braugut war weit verbreitet.

Asien, die Heimat des Cannabis

Der Gebrauch von Cannabis als technische Kulturpflanze ist für Asien für den Zeitraum von ca. 10000 Jahren vor Christus nachgewiesen. Der medizinische Gebrauch des Hanfes ist durch chinesische Schriftrollen medizinischen Inhaltes nachgewiesen, deren Alter man auf etwa 400 Jahre vor Christus datiert hat. Die Verwendung des Cannabis zu medizinischen Zwecken hat also eine lange Tradition, die medizinischen Indikationen lesen sich analog zu den heutigen. Nun waren die chinesischen Ärzte vor 2000 Jahren keine „naturwissenschaftlich“ ausgebildeten Ärzte wie heutzutage, das damalige Verständnis ging davon aus, dass viele Krankheiten durch den Einfluss von bösartigen Geister, oder Dämonen verursacht werden. Ein Arzt war deshalb meist auch gleichzeitig ein Magier. Einer der berühmtesten Magier- bzw. Zaubererärzte war der Kaiser Shen-Nung. Er beschreibt als Langzeitauswirkung des Genusses von Cannabis:

Wenn es über längere Zeit genommen wird, dann erwirkt es die Kommunikation mit Geistern und macht den Körper leicht“.

Kaiser Shen-Nung

Um 200 vor Christus gehörte der Genuss von Cannabis zum guten Ton der chinesischen Gelehrtenelite. Zeugnis davon geben die sog. Boshanlu Räuchergefässe. Diese Gefässe waren in Form von Bergen gefertigt, das entzündete bzw. glimmende Räuchergut darin sandte die entstehenden Rauchschwaden durch kleine Öffnungen zwischen den geschnitzten Bergen. Der gelehrte konnte so vor der entsprechung der heiligen Berge sitzen und während er meditierte, denNebel dieser heiligen Berge einatmen.

Boshanlu

Wer etwas ähnliches heutzutage aus gesundheitlichen Gründen vor hat, benötigt ein Rezept vom Arzt um die wissenschaftlich normierte Arznei, wie zum Beispiel Cannabisöl aus der Apotheke zu verwenden.

Farbe und Metaphysik – Grün und Weiss in West und Ost

Farbe und Metaphysik: Grün und Weiss

Kurz zur Erklärung: im Fünf Elemente Zyklus entspricht die Farbe Weiss dem Metall und die Farbe Grün dem Holz. Metall schlägt, kontrolliert, oder zerstört Holz. Grün ist in der chinesischen Philosophie die Farbe des Ostens, des Sonnenaufganges, des Frühlings, der Pflanzen und des organischen Wachsens bzw. der Ausdehnung.

Weiss ist die Farbe des Westens, des Sonnenunterganges, der Ernte, des Todes, der Trauer und des Herbstes. Das der Farbe Weiss entsprechende Gefühl ist die Trauer. Es handelt sich also um eine Farbe des Abschlusses, des Abschieds und des Zusammenziehens.

Welche Entsprechungen finden sich für diese Farben in Bezug auf die Kontinente? Im Osten geht die Sonne auf, zwar ist mit dem Reich der aufgehenden Sonne Japan gemeint, doch das Morgenland liegt definitiv im Osten. Im Abendland hingegen geht die Sonne unter.

farbeDie Ausprägung von Wissenschaft und Phiosophie fügt sich in dieses Bild. Im Osten denkt man organisch und über lange Zeiträume. Die Betrachtung des Ganzen sowie des Lebendigen steht über der Betrachtung des Details.
Anders bei uns im Westen: der Weisskittel ist das Symbol unserer Wissenschaft. Geforscht wird vorwiegend am toten oder getöteten Objekt. Es wird mit Metall seziert und geschnitten, mit Mikrosonden und allerlei metallenem Gerät das kleinste Teil erforscht und durchleuchtet. Das grosse Ganze wird dabei gerne und leicht übersehen.

Mentalitätsunterschiede zwischen West und Ost

Als im westlichen Wertesystem konditionierte Personen gehen wir wie selbstverständlich davon aus, daß unsere Weltsicht die „Richtige“ ist, Mentalitätsunterschiede erwarten wir eher nicht.
Dazu gehört, daß Bildung gratis zu haben sei und wenn sie denn etwas kosten muss, das einmal ausgestellte Zertifikat als Beweis dafür genügt alles Wesentliche gelernt zu haben.

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