Cannabis in der Medizin

Cannabis, oder Marijuana ist das THC-haltige Harz der Hanfpflanze, man findet es in den höchsten Konzentrationen in der Blüte der Pflanzen. Zum Hanf im Allgemeinen habe ich auf diesem Blog bereits einiges geschrieben, z.B. hier. Weniger bekannt als die Eigenschaften der Kulturpflanze Hanf zur Herstellung von Seilen, Baustoffen, oder Speiseöl ist der Gebrauch des Hanfes als bewusstseinserweiterndes Mittel. Dies nicht nur um einfach „breit“ zu werden, sondern durchaus auch um leichter eine Kommunikation zu den ätherischen Provinzen des Alls herzustellen. Aus dem europäischen Raum ist der Gebrauch des Hanfharzes aus erhalten gebliebenen Rezepturen der Hexensalben des Mittelalters überliefert. Das deutsche Reinheitsgebot für Bier wurde nicht nur erlassen um mehr oder weniger gewollten Vergiftungen durch Tollkirschen und Stechapfelzugaben vorzubeugen, auch die Beimischung von Hanfblüten zum Braugut war weit verbreitet.

Asien, die Heimat des Cannabis

Der Gebrauch von Cannabis als technische Kulturpflanze ist für Asien für den Zeitraum von ca. 10000 Jahren vor Christus nachgewiesen. Der medizinische Gebrauch des Hanfes ist durch chinesische Schriftrollen medizinischen Inhaltes nachgewiesen, deren Alter man auf etwa 400 Jahre vor Christus datiert hat. Die Verwendung des Cannabis zu medizinischen Zwecken hat also eine lange Tradition, die medizinischen Indikationen lesen sich analog zu den heutigen. Nun waren die chinesischen Ärzte vor 2000 Jahren keine „naturwissenschaftlich“ ausgebildeten Ärzte wie heutzutage, das damalige Verständnis ging davon aus, dass viele Krankheiten durch den Einfluss von bösartigen Geister, oder Dämonen verursacht werden. Ein Arzt war deshalb meist auch gleichzeitig ein Magier. Einer der berühmtesten Magier- bzw. Zaubererärzte war der Kaiser Shen-Nung. Er beschreibt als Langzeitauswirkung des Genusses von Cannabis:

Wenn es über längere Zeit genommen wird, dann erwirkt es die Kommunikation mit Geistern und macht den Körper leicht“.

Kaiser Shen-Nung

Um 200 vor Christus gehörte der Genuss von Cannabis zum guten Ton der chinesischen Gelehrtenelite. Zeugnis davon geben die sog. Boshanlu Räuchergefässe. Diese Gefässe waren in Form von Bergen gefertigt, das entzündete bzw. glimmende Räuchergut darin sandte die entstehenden Rauchschwaden durch kleine Öffnungen zwischen den geschnitzten Bergen. Der gelehrte konnte so vor der entsprechung der heiligen Berge sitzen und während er meditierte, denNebel dieser heiligen Berge einatmen.

Boshanlu

Wer etwas ähnliches heutzutage aus gesundheitlichen Gründen vor hat, benötigt ein Rezept vom Arzt um die wissenschaftlich normierte Arznei, wie zum Beispiel Cannabisöl aus der Apotheke zu verwenden.