Mit Liebe zum Detail – Der Teufelhof in Basel

Im Gegensatz zum lieben Gott, kennt der Teufel unsere Wünsche.

Manfred Schröder

Das glauben wir gerne, denn dort wo er offiziell in Basel wohnt, findet man tatsächlich mehr als man erwartet – Restaurant, Bar, Weinkeller, Hotel und jede Menge kulturelle Veranstaltungen. Ob Frau Wyniger, die Direktorin vom Teufelhof und verantwortlich für die Inneneinrichtung, mit selbigem Gevatter im Bunde steht wissen wir leider nicht, dennoch lässt der Teufelhof lässt kaum Wünsche offen.

Ob der Teufel tatsächlich persönlich den Schnaps gemacht hat, wollte Frau Wyniger mir nicht verraten. Allerdings möchte man fast vermuten, dass er ihr bei der Einrichtung der Bar 1-2 gute Feng Shui Tips gegeben haben könnte.

Vom Feng Shui her gibt es zwei interessante Details, die mit der Tiefe und Aktualität des Angebotes in Entsprechung stehen. Da gibt es zum einen  den Innenhof (das Hotel Trois Rois verfügt mit seinem Lichthof über ein ähnlich geartetes architektonisches Element), welcher dafür sorgt dass die Qi-Energie niemals alt wird und sich stets in Übereinstimmung mit den jeweils herrschenden Jahresenergien befindet. Man kann auch ganz profan feststellen, dass Licht und Luft aus der Mitte jeden Raum erreichen, wohl angemessen für das Domizil des Engels des Lichtes. Das führt dazu, dass der Auftritt des Teufelhofs und des Hotel Trois Rois immer jung bleiben.

Zum anderen ist der Teufelhof vom Sockel bis zum Dach für die Öffentlichkeit erschlossen. Hier gedeiht jegliches Angebot, von dunkel tiefgründig bis himmlisch entzückend. Nicht zuletzt steht das Gebäude direkt auf den Resten der alten Stadtmauer – der Begriff „Hexe“ bedeutet: „Die, welche auf dem Zaun (der Grenze) reitet“. Von daher dürfte der transzendentale bzw. grenzübergreifende Aspekt im Geist des Hauses selbst verwurzelt sein. Man traut sich was und hat Erfolg damit.

Der Weinkeller

Dem Prinzip der Dualität treu bleibend, gibt es eine Chefin und einen Chef. Um ein wenig mehr über die Philosophie des Hauses zu erfahren haben wir mit der Chefin gesprochen.

Walter Ziems: Frau Wyniger, beim Teufelhof ist die Inneneinrichtung Chefsache. Welche Philosophie steckt dahinter?
Nathalie Wyniger: Das hat sich einfach so ergeben. Wir haben den Teufelhof in 2009 übernommen. Wir legen vor allem Wert auf zeitlose und wertige Produkte. Es soll sich jeder bei uns wohlfühlen, wir haben gerne ein bunt gemischtes Publikum. Individualität und Einzigartigkeit sind hier Schlüsselbegriffe.

Walter Ziems: Der Teufelhof ist ein Restaurantbetrieb, Cafe, Hotel und kultureller Veranstalter gleichzeitig. Welche Angebote laufen besonders gut?
Nathalie Wyniger: Es laufen durch die Bank weg alle Angebote des Teufelhofes sehr gut. Wir sind erfolgreich auf allen Ebenen.

Walter Ziems: Die Bausubstanz des Teufelhofes ist ja historisch und vielschichtig. Ist das eher schwierig oder wie gehen Sie mit den Gegebenheiten um?
Nathalie Wyniger: Wir erleben und geniessen vor allem den Charme und die einzigartige Ausstrahlung des Gebäudes. Die hohen Räume und die alte handwerkskunst und -arbeit unterstreichen die einzigartigkeit des Ambientes. Wir sind damit sehr glücklich.

Walter Ziems: Frau Wyniger, vielen Dank für dieses Gespräch.

Nathalie Wyniger, Direktorin Teufelhof Basel

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